Finale Grande

Ein Nerven zerfetzendes Pokalfinale, Hochbetrieb auf dem Dancefloor und Stangentanz bis zum Morgengrauen: Die Kölner Kickerliga feiert mit 400 Besuchern ein grandioses Saisonfinale.


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Die Kölner Liga wächst und gedeiht in atemberaubendem Tempo. Was sich während der Saison an Spieltagen und beim Blick auf die Tabellen andeutet, ließ sich bei der Party zum Abschluss der zweiten Saison mit Händen fassen: Aus der organisierten Kneipengaudi ist eine Kölner Kicker-Bewegung geworden – mit Freaks und Freunden, Insidern und Einsteigern.

Kicker Dich glücklich! war das Motto der Abschlussparty – und das war nicht zu viel versprochen. Die Ausstattung in der Mülheimer Schanzenstraße war erstklassig: In einem Loft stand ein Dutzend feinster Sportmöbel aus dem Traditionshaus Leonhart, alle perfekt ausgeleuchtet von Fachmann Markus Klug aus Wiesbaden. Die Getränke kamen größtenteils aus lokalen Quellen, nämlich von Mühlen Kölsch und coelna, die „cola op koelsch“. Das technische Equipment hatte der Fetenfrosch besorgt, und geile Mucke lieferten die DJs Hank und Bruno (Circuit). Organisiert und mit viel Geduld und Erfahrung im Zaum gehalten wurde der ganze Sums schließlich von der Ligaleitung und dem gewohnt souveränen Party-Minister Tim Butscheck. Ein Gesamtkunstwerk, das mit menschlichen Maßstäben kaum zu fassen ist.

 

 

Genauso wenig wie die Spannung, von der das Pokalfinale bestimmt war. Die Kalker Brechstangen und Die Zerstörer lieferten sich einen Schlagabtausch, der in die Geschichte der Kölner Kickerliga eingehen wird. Bis zum letzten Tor war die Partie offen, der psychologische Vorteil wechselte fast mit jedem zweiten Ballwechsel. Stress pur – sowohl auf dem Tisch, als auch drumherum, wo dicht gedrängt die Kicker-Meute fieberte. Ihr war am Ende jeder Ballwechsel, jeder Fehler, jede gelungene Aktion ein willkommener Anlass, durch Anfeuern, Einpeitschen oder primitives Herausbrüllen die angestaute Spannung loszuwerden. Extatische Jubelorgien, als Die Zerstörer dann am Ende die Nase vorn haben – erst recht, weil es so knapp wie nie zuvor war.

 

 

Auch wenn Die Zerstörer bislang alle Kölner Titel abgeräumt haben und entsprechend angefeindet werden (sportlich!): Der alte und neue Kicker-Champ mit dem „mia san mir“-Charisma ist am Ende ein cooler Haufen. Den letzten Beweis dafür lieferten die Stangen-Streber auf dem Dancefloor. Während die weniger begnadeten Tischfußballer noch fleißig an den Geräten übten, rockten die Pokalsieger vor den Turntables – ohne Griffbänder, dafür mit Sonnenbrillen.